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Februar 2026

Unabhängig von Microsoft werden: So lösen Sie die Anbieterbindung

Steigende Lizenzkosten und das Gefühl, an einen Anbieter gebunden zu sein? Wie Unternehmen schrittweise unabhängiger von Microsoft werden, ohne auf Funktion und Stabilität zu verzichten.

Jan Bettinger
COO & CPO
Unabhängig von Microsoft werden

Viele Unternehmen spüren dasselbe: Die Lizenzkosten steigen Jahr für Jahr und die eigene IT-Landschaft ist eng an einen einzigen Anbieter gebunden. Jede Preisrunde trifft, jede neue Lizenzstufe kostet und ein Widerspruch fällt schwer, weil scheinbar alles daran hängt. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, wächst mit jedem Jahr.

Die naheliegende Frage lautet: Kann man das ändern, ohne einen riskanten Bruch? Die Antwort ist ja und zwar schrittweise. Dieser Beitrag zeigt, wie Unternehmen die Anbieterbindung Stück für Stück lösen. Er vertieft den Gedanken aus Die Zukunft der Dynamics 365 Beratung.

Was Unabhängigkeit wirklich bedeutet

Unabhängigkeit heißt Wahlfreiheit, nicht der komplette Verzicht auf einen Anbieter.

Es geht nicht um Ideologie oder darum, Microsoft aus dem Haus zu werfen. Es geht darum, die eigene IT-Landschaft von der Preis- und Produktpolitik eines einzelnen Herstellers zu entkoppeln. Manche Bausteine bleiben, weil sie gut passen, andere werden durch ein System ersetzt, das ein Partner betreibt und das nicht auf Standardlizenzen aufsetzt. Entscheidend ist, dass die Kontrolle darüber, was intern und was extern läuft, zurück ins Unternehmen wandert.

Woher die Abhängigkeit kommt

Abhängigkeit entsteht durch Lizenzmodelle pro Nutzer und tiefe Integration.

Je mehr Prozesse auf einer Standardplattform laufen und je mehr Nutzer Lizenzen brauchen, desto größer der Hebel des Anbieters. Preiserhöhungen und neue Lizenzstufen lassen sich dann kaum abwehren, weil ein Wechsel als zu aufwendig gilt. Genau diese wahrgenommene Ausweglosigkeit ist das eigentliche Problem und sie lässt sich auflösen. Das Lizenzthema selbst behandeln wir in Dynamics 365 Lizenzkosten senken, das Grundmuster der Anbieterbindung auch für KI in Vendor Lock-in bei KI.

Der Weg in Etappen

Unabhängigkeit entsteht Schritt für Schritt, nicht über Nacht.

Schritt Ziel
Bestandsaufnahme höchste Lizenzkosten und größte Abhängigkeit identifizieren
Erster Baustein dort ablösen, wo der Nutzen am schnellsten sichtbar ist
Ausbau weitere Bereiche folgen nach bewährtem Muster

Der Vorteil dieses Vorgehens: Jede Etappe bringt einen sichtbaren Nutzen und ist für sich beherrschbar, sodass Vertrauen und Ergebnis mitwachsen. Wie ein risikoarmer erster Schritt aussieht, beschreiben wir in Migration in Etappen.

Was Sie zurückgewinnen

Am Ende stehen planbare Kosten und Kontrolle über die eigene IT.

Statt steigender Lizenzen pro Nutzer entstehen planbare Betriebskosten und die Landschaft ist auf Ihre Prozesse zugeschnitten statt auf ein Standardprodukt. Sie verhandeln nicht mehr aus einer Position der Schwäche, sondern haben eine echte Wahl. Ebenso wichtig ist der Zugewinn an Planungssicherheit: Wenn Betriebskosten über mehrere Jahre bekannt sind, lassen sich Budgets seriös planen, statt bei jeder Vertragsverlängerung mit einer neuen Preisstufe zu rechnen. Und weil die Landschaft auf Ihre Abläufe zugeschnitten ist, fällt es leichter, sie weiterzuentwickeln, ohne auf den Produktfahrplan eines externen Herstellers warten zu müssen. Für Industrieunternehmen ist dieser Hebel besonders groß, siehe Alternative zu Standardsoftware für Industrieunternehmen.

Typische Denkfehler auf dem Weg

Die meisten gescheiterten Ablösungen kranken nicht an der Technik, sondern an der Herangehensweise.

Der häufigste Fehler ist der Wunsch nach dem großen Wurf: alles auf einmal ablösen, in einem einzigen Projekt, mit hohem Risiko und langer Zeit ohne sichtbaren Nutzen. Fast ebenso verbreitet ist das Gegenteil, nämlich gar nicht erst anzufangen, weil die Landschaft zu verflochten wirkt. Ein dritter Denkfehler betrifft die Kosten: Wer nur die Lizenzgebühr betrachtet, übersieht die stillen Posten wie Schulungen, Anpassungen und die eingeschränkte Verhandlungsposition bei jeder Vertragsverlängerung. Wer diese Gesamtkosten offen anschaut, kommt oft zu einer anderen Rechnung, als der reine Lizenzpreis vermuten lässt. Eine strukturierte Einordnung dazu liefert Build vs. Buy neu bewertet.

Woran Sie einen guten ersten Baustein erkennen

Der erste abgelöste Bereich entscheidet über das Vertrauen in den gesamten Weg.

Ein guter Einstieg erfüllt mehrere Kriterien zugleich: Er verursacht heute spürbare Lizenzkosten, ist klar abgegrenzt statt tief mit allem verwoben und sein Nutzen zeigt sich schnell und messbar. Gut geeignet sind oft Bereiche mit vielen Nutzern und einfachen, wiederkehrenden Abläufen, weil dort die Kosten pro Kopf am stärksten ins Gewicht fallen. Ungeeignet sind dagegen hochkritische Kernprozesse, die man erst anfasst, wenn das Vorgehen sich an weniger riskanter Stelle bewährt hat. Der Betrieb des neuen Bausteins bleibt dabei planbar, weil ihn ein Partner übernimmt, statt zusätzliche Last auf die eigene IT zu legen. Was das konkret bedeutet, beschreiben wir in IT-Landschaft betreiben lassen.

Wie Aliru unterstützt

Wir analysieren Ihre Landschaft und lösen die Abhängigkeit Schritt für Schritt.

Wir beginnen dort, wo Kosten und Abhängigkeit am größten sind, lösen einzelne Bausteine ab und betreiben sie für Sie. Sie behalten die Kontrolle und gewinnen Planbarkeit zurück, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Sprechen Sie mit uns über Ihren Weg zur Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Kann man als Unternehmen wirklich unabhängiger von Microsoft werden?

Ja, schrittweise. Statt alles auf einmal abzulösen, beginnt man dort, wo Kosten und Abhängigkeit am größten sind und ersetzt einzelne Bausteine durch ein System, das ein Partner betreibt und das nicht auf Herstellerlizenzen aufsetzt.

Bedeutet Unabhängigkeit, komplett auf Microsoft zu verzichten?

Nein. Es geht um Wahlfreiheit, nicht um Ideologie. Man entkoppelt die eigene IT-Landschaft von der Preis- und Produktpolitik eines einzelnen Anbieters und behält die Kontrolle darüber, was intern und was extern läuft.

Was ist der erste Schritt zur Unabhängigkeit?

Eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wo entstehen die höchsten Lizenzkosten, wo ist die Abhängigkeit am größten? Dort setzt man zuerst an, weil der Nutzen dort am schnellsten sichtbar wird.

Für welche Unternehmen lohnt sich das besonders?

Vor allem für Industrieunternehmen und größere Mittelständler mit vielen Nutzern, die überproportional hohe Lizenzkosten pro Kopf tragen und sich mehr Kontrolle über ihre IT wünschen.

Dynamics 365.
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