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Fällt im Betrieb etwas aus, beginnt in vielen Unternehmen dasselbe Ritual: Der Hersteller verweist auf den Dienstleister, der Dienstleister auf ein Konfigurationsthema und dazwischen steht der Kunde, der nur will, dass es wieder läuft. Dieses Geflecht aus Herstellern, Lizenzverträgen und mehreren Dienstleistern kostet Zeit, Nerven und Geld.
Das Managed-Operations-Modell dreht das um: Ein Partner betreibt die komplette IT-Landschaft und steht für das Ergebnis gerade. Dieser Beitrag erklärt, was hinter dem Modell steckt, wie es sich von klassischem Outsourcing unterscheidet und wann es sich lohnt. Er vertieft den Gedanken aus Die Zukunft der Beratung.
Was das Modell ausmacht
Ein Partner übernimmt Bereitstellung, Betrieb, Sicherheit und Support als Ganzes.
Statt einzelne Leistungen einzukaufen und selbst zusammenzuhalten, erhalten Sie ein laufendes, betreutes System mit einer klaren Zuständigkeit. Auf Wunsch übernimmt der Partner auch die inhaltliche Weiterentwicklung, sodass das System mit Ihren Anforderungen mitwächst. Sie zahlen für das Ergebnis und den laufenden Betrieb, nicht für Lizenzen und einzelne Projektstunden. Das verschiebt die Beziehung von einem Einkauf einzelner Bausteine zu einer verantworteten Dauerleistung.
Der Unterschied zum klassischen Outsourcing
Managed Operations betreibt Ihr eigenes System, nicht nur eine fremde Standardplattform.
| Aspekt | Klassisches Outsourcing | Managed Operations |
|---|---|---|
| Gegenstand | Betrieb einer Standardplattform | Betrieb eines auf Sie zugeschnittenen Systems |
| Zuständigkeit | oft geteilt | eine klare Verantwortung |
| Lizenzkosten | bleiben bestehen | entfallen, da nicht auf Herstellerlizenzen aufgesetzt |
| Weiterentwicklung | separates Projektgeschäft | Teil der laufenden Verantwortung |
Kontrolle abgeben heißt nicht Kontrolle verlieren
Sie geben den Betrieb ab, behalten aber die Hoheit über Ihre Prozesse.
Das ist der häufigste Einwand und zugleich ein Missverständnis. Das System läuft in Europa, ist transparent und auf Sie zugeschnitten. Sie setzen die Prioritäten und Anforderungen, der Betreiber setzt sie um und verantwortet den stabilen Betrieb. Was der Begriff des verantwortlichen Betreibers genau umfasst, beschreiben wir in Verantwortlicher Betreiber: was das für Ihr System bedeutet.
Wann sich das Modell lohnt
Es lohnt sich, wenn Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und Zuständigkeit bündeln wollen.
Besonders größere Mittelständler und Industrieunternehmen mit hohen Lizenzkosten und knappen internen IT-Ressourcen profitieren. Statt Fachkräfte im Betrieb zu binden, fließt deren Zeit in wertschöpfende Aufgaben, während der Partner das System am Laufen hält. Der Einstieg gelingt in Etappen, siehe Migration in Etappen und senkt zugleich die Lizenzkosten, siehe Dynamics 365 Lizenzkosten senken.
Wie der Übergang in den Betrieb abläuft
Der Wechsel in ein Betreiber-Modell geschieht schrittweise, nicht über Nacht.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Systeme laufen heute, wo liegen die Daten, welche Verträge und Abhängigkeiten bestehen. Darauf folgt die Übernahme des Betriebs in klar abgegrenzten Etappen, sodass der laufende Betrieb zu keinem Zeitpunkt gefährdet ist. Ein sinnvoller Startpunkt ist der Bereich mit den höchsten Lizenzkosten oder dem größten Aufwand im Alltag, weil dort die Entlastung am schnellsten spürbar wird. Wie dieser etappenweise Einstieg risikoarm gelingt, beschreiben wir in Migration in Etappen. Erst wenn eine Etappe stabil läuft, folgt die nächste.
Wo das Modell an Grenzen stößt
Managed Operations passt nicht zu jeder Ausgangslage gleich gut.
Wo Prozesse sehr häufig und kurzfristig selbst umgebaut werden und ein starkes internes Team diese Änderungen ohnehin täglich fährt, kann Eigenbetrieb sinnvoller bleiben. Auch wo ein System stark an eine Standardplattform samt Lizenzwelt gebunden ist, lohnt sich zuerst der Blick auf die Ablösung dieser Bindung, bevor der Betrieb übergeben wird, siehe Unabhängig von Microsoft werden. Für die meisten größeren Mittelständler und Industrieunternehmen überwiegt jedoch der Gewinn an klarer Zuständigkeit und planbaren Kosten, gerade wenn ohnehin ein maßgeschneidertes System im Einsatz ist, siehe Alternative zu Standardsoftware.
Wie Aliru unterstützt
Wir werden zum verantwortlichen Betreiber Ihrer IT-Landschaft.
Von der Bereitstellung über die Sicherheit bis zum laufenden Betrieb und Support, aus einer Hand und mit einer klaren Zuständigkeit. So gewinnen Sie Ruhe im Betrieb und Fokus fürs Kerngeschäft. Sprechen Sie mit uns über das Betreiber-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet es, die IT-Landschaft betreiben zu lassen?

Ein Partner übernimmt Bereitstellung, Betrieb, Sicherheit und Support für Ihr System, auf Wunsch inklusive Weiterentwicklung. Sie zahlen für ein laufendes, betreutes System statt für Lizenzen und einzelne Projekte.
Wie unterscheidet sich das von klassischem Outsourcing?

Klassisches Outsourcing betreibt oft nur eine fremde Standardplattform weiter. Beim Managed-Operations-Modell übernimmt der Partner die Verantwortung für ein auf Ihre Prozesse zugeschnittenes System als Ganzes, mit einer klaren Zuständigkeit.
Verliert man die Kontrolle über die eigene IT?

Nein. Sie geben den Betrieb ab, nicht die Kontrolle. Das System ist auf Ihre Prozesse zugeschnitten, läuft in Europa und bleibt transparent. Sie gewinnen einen verantwortlichen Ansprechpartner statt eines Geflechts aus Zulieferern.
Für welche Unternehmen eignet sich das Modell?

Für Unternehmen, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren wollen, hohe Lizenzkosten tragen und eine klare Zuständigkeit für ihre IT wünschen, besonders größere Mittelständler und Industrieunternehmen.
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